Time to get wet !


Was wir Menschen schon lange spüren hat die Forschung nun Bewiesen: Zeit am Meer oder an einem Seen verändern unser Gehirn positiv.


Der Mensch und das Wasser sind untrennbar miteinander verbunden, nicht nur weil der Mensch selbst zu ca 80% aus Wasser besteht, sondern auch durch die lange Geschichte von Wasser und Mensch. Zeremonien, Feste und Rituale werden überall auf der ganzen Welt besonders gerne am Wasser abgehalten. Flüsse beispielsweise gelten oftmals als heilige Orte. Aber auch im Ayurveda beispielsweise hat das Wasser eine wichtige Rolle und steht für Harmonie und Erneuerung.


Der Mensch scheint ganz intuitiv zu spüren welche intensive und positive Wirkung Wasser auf uns hat. Es ist also kein Zufall, dass so viele Menschen Urlaube am Meer machen oder sich danach sehnen an einem See zu wohnen. Das Wasser ist ein natürliches Beruhigungsmittel für den Menschen. Egal ob wir an einem großen ruhigen See sitzen und in die Ferne blicken, oder den Wellen am Meer beim Rauschen zuhören oder einen Wasserfall beobachten, wir Menschen spüren die Magie dahinter. Wir spüren also ganz intuitiv, dass es uns guttut und gesund für uns ist, uns am Wasser aufzuhalten.


Nun hat dies auch die Wissenschaft belegt. Laut der Forschung regt das Meer unsere Kreativität an, reduziert unsere Ängste und stärkt positive Gedanken. Mittlerweile gibt es einen eigenen Begriff „blue mind“, der einen ganz sanften meditativen Zustand beschreibt, in den wir verfallen, wenn wir uns am Meer oder an einem See befinden. Wir verspüren dann innere Ruhe, Frieden und Glück.


Wenn wir ganz entspannt am Wasser sitzen und in die Ferne schauen, ist das also auch eine Art von Meditation und somit auch eine Möglichkeit Yoga zu praktizieren. Wir kommen im Hier und Jetzt an, dem einzig wahren Moment, der wirklich existiert und unsere Gedanken beginnen sich zu beruhigen. Laut dem Wissenschaftler, Meeresbiologen und Autor Dr. Wallace J. Nichols spüren wir in diesem Moment ein Gefühl von Ehrfurcht und können das große Ganze erkennen und die Verbindung zu anderen Menschen und dem Universum spüren. In einem seiner TEDx-Talks zu diesem Thema, erklärt er, dass Wasser enorme emotionale und psycholgische Voteile hervorbringt.


„Wir alle haben einen blauen Geist – und es ist perfekt darauf zugeschnitten uns auf vielerlei Weisen glücklich zu machen, was weit über das Entspannen in der Brandung hinausgeht, sowie das Rauschen eines Stroms zu hören oder ruhig im Pool zu schwimmen.“


Die Natur ist die Medizin des Menschen und heilt uns von innen. Aber nicht nur ein Aufenthalt am Meer oder an einem See auch ein Spaziergang durch den Wald hat eine heilende Wirkung auf uns. Es gibt mittlerweile einige beeindruckende Nachweise, wie gut Zeit an den Gewässern dieser Erde unserem Gehirn tun. Dr. Wallace J. beschreibt 3 essentielle Punkte, die in unserem Gehirn ablaufen, wenn wir uns am Meer, an einem Wasserfall oder an einem See aufhalten:


1. Wasser entspannt den Geist

Tagein, tagaus überfluten uns Informationen. Vor allem sinnlose und unwichtige.

Täglich muss unser Gehirn um die 60.000 Gedanken verarbeiten. Die meisten davon unbewusst. Unser Unterbewusstsein nimmt sie jedoch wahr und das führt zu erhöhtem Stress und macht uns müde. Am Wasser zu sein befreit uns von dieser Überstimulation.

Zu einem beruhigt uns die Farbe Blau da sie Ruhe auslöst. Zu anderem ist das Plätschern des Wassers wie Musik in den Ohren.


2. Wasser versetzt uns in einen meditativen Zustand

Hast du schon jemals auf den Ozean oder auf den See geblickt und einfach nur die Wellen beobachtet? Hast du dabei die Zeit vergessen und deine Gedanken schweifen lassen?

Womöglich hattest du auch einen Tagtraum oder ganz besondere Ideen die du danach in die Tat umgesetzt hast? Die Bewegung und die Geräusche bringen uns in einen meditativen Zustand und aktiviert Hirnregionen die extrem wichtig für deine Kreativität sind.


3. Wasser erdet

Wenn du direkt am Meer stehst und den feinen Sand unter deinen Füßen spürst, wenn der glasklare See direkt vor dir glitzert…hast du dann nicht auch automatisch die Lust deine Schuhe und deine Socken so schnell als möglich loszuwerden? Einfach die Zehen in den warmen Sand stecken oder das Gras unter deinen Füßen spüren? Bei uns ist das aufjedenfall so.

Durch das Barfuß gehen verbindest du dich mit der Quelle der Energie àunsere Erde.

Deine Batterien werden aufgeladen, das kannst du richtig spüren.

Naturvölker in Afrika und Südamerika laufen hauptsächlich ohne Schuhe und das aus gutem Grund: Jeder Barfuß-Schritt löst eine wahre Flut an Sinneseindrücken aus, denn an unseren Fußsohlen enden 70.000 Nervenbahnen. Diese sind direkt mit dem Gehirn verbunden und bewirken dort die Ausschüttung von Endorphinen, das als Glückshormon bekannt ist.

Nach dem energiegeladenen Gefühl hat es noch viele weitere positive Effekte:

  • Besserer Schlaf

  • Gestärktes Immunsystem

  • Weniger Alltagsstress.


Am Ende haben die Hippies also Recht:

Wir brauchen viel Sonne, viel Wasser, viel Liebe und nackte Füße.


Übung:

Wenn du das nächste Mal an einem See sitzt, durch einen Wald spazierst oder aufs Meer blickst, schließe einmal für ein paar Minuten deine Augen. Atme tief ein durch die Nase und tief wieder durch den Mund aus. Zähle ganz langsam von 10 bis 0 nach unten und spüre wie du dich bei jeder Zahl noch tiefer entspannst. Lasse dabei zuerst deinen Atem kommen und spreche dann erst in deinem Inneren die Zahl. Lasse danach deinen Atem in seinem eigenen Tempo fließen und nehme einfach nur den Moment am Wasser, in der Natur wahr. Vielleicht kannst du die Wellen rauschen hören oder einen Bach plätschern, vielleicht hörst du wie der Wind durch die Blätter gleitet oder die Vögel zwitschern. Spüre ganz bewusst: Du bist ein Teil der Natur, du bist ein Teil dieser Erde und die Natur und die Erde sind ein Teil von dir. Bleibe hier so lange wie es sich für dich gut anfühlt, öffne dann deine Augen und blicke ganz bewusst auf das was vor dir liegt.


Deine holistic souls