Raus aus dem Hamsterrad - Rein ins Leben 1.0

Aktualisiert: 1. März 2019


„Es ist oft leichter im Hamsterrad zu laufen, weil gegen den Strom zu schwimmen erstmal auch schwierig sein kann.“


Wir alle haben schon einmal von dem bekannten Hamsterrad gehört – aber was bedeutet es wirklich darin gefangen zu sein oder wie schaffe ich es einen kleinen Zeh aus dem Hamsterrad raus zu strecken, vielleicht den ganzen Fuß oder sogar auszusteigen?


Das Hamsterrad ist nichts anderes als eine Illusion – es suggeriert dir eine Leiter, die nirgendwo hinführt, weil es sich immer weiterdreht. Du läufst und läufst du kommst niemals irgendwo an.

Der Einstieg in das Hamsterrad startet in unserer Gesellschaft schon sehr früh, nämlich in unserer Kindheit. Die Menschen da draußen, nämlich Lehrer, Eltern, Chefs oder auch die Werbung,.. sagen uns wie sich Erfolg zu definieren hat.


Nach dem Motto: „Leiste was, dann hast Du was, dann bist Du was.“


„Du musst das und das studieren um später gut zu verdienen, um dir ein großes Haus und ein gutes Auto leisten zu können.“


„Studiere am besten gar nichts, macht lieber eine Ausbildung, weil die Leute auf der FH haben eh keine Ahnung was sich in der echten Arbeitswelt abspielt, ach und die von der Uni noch weniger.“


„Lerne was gescheites und bodenständiges, Künstler ist doch kein Beruf und eine Coaching Ausbildung würde ich erst gar nicht machen, weil das macht ja eh schon jeder.“


Schon von klein auf wird uns also oftmals aufoktroyiert was wir später lieber machen sollen uns was eher nicht, oftmals auch ganz unbewusst, weil es uns von den Eltern so vorgelebt wird und auch die Bandbreite dabei ist riesengroß. Als Kinder haben wir natürlich noch nicht die Möglichkeit das bewusst wahrzunehmen.


Das typische Hamsterrad unserer Gesellschaft:


40 Jahre von Montag – Freitag arbeiten, immer schön auf das Wochenende hinarbeiten. Montage haben prinzipiell bescheiden zu sein und eigentlich warten wir eh das ganze Jahr nur auf den Urlaub und das Ganze Leben nur auf die Pension damit das Leben dann erst so richtig starten kann.


Bis dahin machen wir einen Job der eh ganz okay ist aber die wahre Berufung halt auch nicht so wirklich. Und weil uns der Job nicht erfüllt, fahren wir am Wochenende in all die Shoppingcentren der Welt und gehen mal so richtige einkaufen. Denn dann haben wir das Gefühl kurz die Kontrolle über unser Leben zu haben und belohnen müssen wir uns natürlich auch für die harte Arbeitswoche.

Tatsächlich kenne ich sehr viele Menschen die ihr Leben exakt so gestalten.


Doch irgendwann kommen viele Menschen an den Punkt an dem Sie mehr von Ihrem Leben möchte. Der eine früher, der andere später, ein anderer vielleicht nie. Doch irgendwann merken die meisten, dass eine große Shoppingausbeute und ein dickes Auto uns nur kurzfristig glücklich machen, manche eben auch erst auf dem Sterbebett.


Es gibt viele Wege um einen Zeh aus den Hamsterrad zu strecken. – Die Grundfrage ist jedoch:„Was will ich wirklich in meinem Leben und wo sind die Guten Gefühle eigentlich beheimatet.“


Ein Weg kann also sein, dich zu fragen was willst du in dein Leben ziehen, welche Qualität willst Du in dein Leben bringen, was willst du wirklich, wenn all die Stimmen im Außen verstummen und Du nur dich selbst nach der Antwort fragst?


Wo führt mein Weg mich hin?

Wo möchte ich Leben? Womit möchte ich mein Leben füllen?

Will ich Ruhe, Kreativität, Unabhängigkeit, Gelassenheit oder Freiheit in mein Leben bringen?

Oder will ich Reisen, Malen, im Regen Tanzen und eine neue Sprache lernen?

Will ich Möglichkeiten und Chancen finden all das was ich will in meinem Leben auch wirklich zu kreieren?

Will ich den Blick einmal zu mir selbst richten und fragen, was will eigentlich ich von meinem Leben?

Was ist mir wirklich wichtig?


Übung:

Falls es dir noch ein bisschen schwerfallen sollte, überhaupt zu definieren, was Du gerne mit deinem Leben machen möchtest, selbst wenn dir alle Türen offenstehen und nichts dich einschränkt, dann beginne mit den oben gestellten Fragen und allen Fragen die in deinem Leben offen sind. Am besten setze dich dafür ganz ruhig hin, schließe deine Augen, atme mehrmals tief durch die Nase ein und tief durch den Mund aus und stelle dir die Fragen. Schaue dabei welche Antworten spontan aus deinem tiefsten Inneren kommen – ohne Ablenkung von außen. Versuche keine Antwort zu erzwingen, sondern lasse sie einfach kommen. Du kannst diese Übung so lange und an unterschiedlichen Tagen widerholen, bis Du all deine Antworten hast und weißt wo dein innerer Kompass dich hinführt.


Deine Viola

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