Fucking Happy egal welcher Shit in dein Leben tritt


Perspektivenwechsel – Glücklich egal was kommt


Stelle dir vor du sitzt in der Ubahn auf dem Weg in deinen Feierabend und plötzlich bleibt die Ubahn im Tunnel für unbekannte Zeit stehen. 10 Minuten passiert nichts, 15 Minuten passiert nichts. Anscheinend ein Einsatz direkt auf den Gleisen. Laut Ubahn Fahrer wird eine Verzögerung von mindestens 45 Minuten erwartet.


Wie fühlst du dich dabei? Vermutlich ganz schön angepisst – blöde Frage. Es ist heiß, stickig, eng und eigentlich wolltest du nach einem langen Arbeitstag nur die Füße zuhause hochlegen.

Wir alle kennen Diese oder ähnliche Situationen im Stau zum Beispiel. Aber warum sollten wir unser Lebensglück von äußeren Umständen wie einer Uban im Tunnel abhängig machen? Inwiefern sollte das sinnvoll für unsere Zufriedenheit, unsere Lebensfreude sein? – Du ahnst es vermutlich schon – gar nicht.


In diesem Moment kannst du nichts ändern. Was du aber machen kannst ist die Situation anzunehmen wie sie ist und das Beste draus zu machen. Im Umkehrschluss würde das nämlich bedeuten: Es geht uns in unserem Leben immer nur dann gut, wenn die äußeren Umstände optimal sind, und schlecht, wenn die äußeren Umstände nicht so verlaufen wie wir uns das vorstellen.


„Wenn nicht geschieht, was ich will, geschieht, was besser für mich ist.“ Martin Luther


Klar, wer sein Wohlergehen von der Außenwelt abhängig macht, wird in seinem Leben auch den ein oder anderen Glücksmoment erleben, nämlich dann wenn alles läuft wie am Schnürchen – aber Hand aufs Herz- wie lange und wie oft läufts denn so ? Aber ganz ehrlich reicht dir das?

Möchtest du nur dann glücklich sein wenn draußen die Sonne scheint? Du am Meer liegst mit einem Cocktail in der Hand? Wenn dein Chef dich lobt? Wenn Wochenende ist? Also nur hin und wieder, wenn es die Umstände erlauben?


Oder möchtest du das Glück in deinem Leben bewusst kultivieren und jederzeit darauf zugreifen können?


Emotionales Wohlbefinden und Lebensfreude ist nichts das uns zufliegt, es ist eine bewusste Entscheidung.


„Wir überlebende der Konzentrationslager erinnern uns an die Männer, die durch die Baracken gingen, andere trösteten und ihr letztes Stück Brot verschenkten. Es mögen wenige gewesen sein, aber sie sind ein hinreichender Beweis dafür, dass man einem Menschen alles nehmen kann, bis auf eine Sache: Die letzte Freiheit des Menschen, seine Haltung in jeder Situation selbst zu wählen.“ Viktor Frankl


Du denkst jetzt vielleicht, aber wie soll ich denn glücklich sein, wenn mein Chef mich anschreit, ich unglücklich bin in meinem Job bin, wenn meine Beziehung gerade in Brüchen steht oder du ich nicht hübsch genug bin? Wie soll ich glücklich sein, wenn ich einen geliebten Menschen verloren habe?


So oder ähnlich denken wir meist unbewusst und sabotieren unser Glück damit selbst.


Der Wiener Psychiater Viktor Frankl, der 1942 mit seiner ganzen Familie in das Konzentrationslager gebracht wurde, wobei seine Eltern, Geschwister und seine Frau starben und er als Einziger überlebte stellte sich in der Zeit immer wieder die Frage: Was hat diese Situation Gutes?


Wenn er das in einer solch grausamen und Menschen unwürdigen Situation konnte in der er alles verloren hat und damit überlebt hat, dann könne wir das ebenfalls. Und zwar in jeder Situation.

Die Welt und das Leben passieren uns nicht einfach. Wir haben immer selbst die Möglichkeit die Perspektive zu wechseln.


„Wenn wir eine Situation nicht ändern können, müssen wir uns selbst ändern.“ Viktor Frankl


Eine Yogaübung die dir helfen kann deine Perspektive zu ändern: Der (unterstützte) Schulterstand. Der Schulterstand ist eine sogenannte Umkehrhaltung bei der der Kopf Unterhalb des Herzens ist. Dadurch fließt das Blut in die andere Richtung, unser Gehirn wird mit neuem Sauerstoff versorgt. Dadurch können wir die Dinge wieder klarer sehen und im wahrsten Sinne des Wortes die Perspektive wechseln. Was eben noch blockier war, ist jetzt frei. Und nicht die äußere Welt hat sich geändert, lediglich deine Gedanken und deine Sichtweise.


Wenn du erstmalig alleine zuhause den Schulterstand übst, dann empfehle ich dir die gestützte Variante mit einem Polster oder Yoga Block. Du bringst dich in Rückenlage auf deine Yogamatte und bringst deine Füße soweit in Richtung Popo, dass wenn du deine Arme ausschreckst, deine Fersen gerade noch mit den Mittelfingern erreichen kannst. Dann hebst du mit dem nächsten Einatmen dein Becken sanft nach oben. Schaue dass dein Bauchnabel sanft nach innen zieht, deine Beckenbodenmuskulatur mitarbeitet und ziehe dein Kinn leicht zur Brust heran, während du deine Scheitel weg schiebst. Wir sind hier also zuerst in einer sanften Schulerbrücke. Dann schnappst du dir deinen Polster oder Block und positionierst ihn am Kreuzbein (letzter fester Punkt der Wirbelsäule). Von hier aus streckst du zuerst dein rechtes Bein in Richtung Himmel, dann dein linkes langsam dazu. Deine Füße sind dabei geflext, das heißt deine Zehen ziehen zum Schienbein heran. Dein Arme kannst du ganz entspannt neben dir auf den Boden legen. Genieße einfach diese Position des Perspektivenwechsels, solange es sich gut für dich anfühlt. Dann stelle erst sanft wieder einen Fuß ab, dann den zweiten ab, hebe dein Becken für ein paar Zentimeter, ziehe deinen Polster oder Block sanft heraus und rolle dich Wirbel für Wirbel wieder ganz achtsam auf deine Matte ab. Spüre nach.


Unsere Gedanken erschaffen unsere Emotionen und unsere Emotionen unsere Handlungen. Erschaffe dir deine Welt, indem du bewusst lernst deine Perspektive zu ändern.


Der Chef schreit? – Fein lass ihn schreien. Atme tief durch. Wenn er schreit hat das rein gar nichts mit dir zu tun.


Dein Partner verlässt dich? – Nimm die Situation an. Und ja das tut im ersten Moment höllisch weh. Aber in dem Moment des Annehmens, lässt der Schmerz nach.


Wir stehen uns so oft selbst im Weg. Wir wechseln nicht die Perspektive, wenn es eng wird – sondern wir kämpfen. Und Kampf erzeugt immer Gegendruck.


Annehmen. Einatmen. Ausatmen. Los Lassen. Der Kampf endet da wo die Akzeptanz beginnt.


„Leid zu bekämpfen schmerzt zwar lediglich moderat, aber über einen langen Zeitraum hinweg gilt: Es hält auf. Nichts ändert sich! Leid zu spüren und zu akzeptieren, tut sehr viel stärker weh – jedoch vergleichsweise kurz. Danach geht es garantiert aufwärts.“ Rixa Regina Kroehl


Und was bedeutet kurz? Die Forschung hat festgestellt: Wenn man wirklich in den Schmerz hineingeht, tatsächlich das annimmt, was einen seelisch verletzt, ist die Sache in längstens 20 Minuten ausgestanden. Holy Shit 20 Minuten. Und manche Menschen verbringen Jahre, Jahrzenten damit mit Sorgen und Ängsten zu quälen.


Etwas so anzunehmen wie es ist, bedeutet nicht, es so zu lassen wie es ist. Im Gegenteil: Nur was man annimmt, kann man ändern.


Übe also im Alltag immer wieder deine Perspektive in verschiedensten Situationen zu ändern. Indem du tief durchatmest, bewusst neue Gedanken wählst und ja vielleicht auch den Schulterstand oder auch Kopfstand übst um auch in einer Umkehrhaltung deine Perspektive auf die Welt zu ändern.