Eine starke Morgenroutine für einen Turbo-Boost in den Tag


Ich habe in den letzten Jahren sehr oft meine Morgenroutine geändert und einiges ausprobiert. Seitdem ich nicht mehr in einem Beschäftigungsverhältnis bin und mir meinen Morgen noch freier einteilen kann, hat sich nochmals einiges verändert. Doch egal ob Beschäftigt oder Selbstständig, ich versuche morgens so früh aufzustehen, dass ich gemütlich und ohne Stress in den Tag starten kann. Früher war das 05:30, heute 06:30. Mir ist es lieber morgens früher aufzustehen als eigentlich nötig, um mich mit Energie für den ganzen Tag aufzuladen, denn die Qualität deines Morgens, bestimmt die Qualität deines ganzen Tages.


Ich möchte dir heute einfach zeigen wie meine persönliche Morgenroutine aussieht, vielleicht kannst du dir das ein oder andere für dich mitnehmen:


1. Ich stelle mir vor, irgendwo da draußen ist die Sonne

Das erste was ich mache, wenn ich aufwache, ich schaue aus dem Fenster und stelle mir vor, dass irgendwo da draußen die Sonne ist, auch wenn ich sie vielleicht gerade nicht sehen kann. Ich bedanke mich für einen wunderschönen neuen Tag auf dieser Welt. (sozusagen ein yogischer Sonnengruß, nur im Liegen.) Das versetzt mich sofort in eine positive Energie. Dann denke ich an 3 Dinge in meinem Leben für die ich gerade dankbar bin. Das können jeden Tag andere sein. Ich denke einfach an die ersten 3 Dinge/ Menschen/ Erfahrungen die mir spontan in den Sinn kommen.


2. Ölziehen

Ich gehe als erstes ins Bad und schiebe mir einen Teelöffel Kokosöl in den Mund. Ölziehen ist ein jahrtausende altes Ritual aus dem Ayurveda. Hört sich vielleicht erstmal wild an, ist es aber nicht. Du machst nichts anderes als 15-20min Öl durch deinen Mund hin und her zu ziehen. Über Nacht sammeln sich alle Giftstoffe unseres Körpers in unserem Mund. Ölziehen soll uns also von Giftstoffen befreien, Bakterien und Krankheitserreger werden aus dem Körper gezogen und hemmt die Kariesentstehung. Außerdem ist das Ölziehen eine Zahnfleisch-Pflege inklusive einer Förderung der Durchblutung, macht obendrein noch die Zähne weißer und die Lippen werden weicher und weniger anfällig für Risse. Auch das Hauptbild kann sich dadurch verbessern und der Verdauungstrakt gestärkt werden. Ihr seht die Liste ist sehr lange und geht endlos weiter. Ich selbst verwende Kokosöl, es gibt aber auch die Möglichkeit andere Ölarten zu verwenden. Einfach einen Teelöffel in den Mund und komplett in alle Richtungen und Ecken durch den Mund ziehen. Danach keinesfalls ins Waschbecken spucken. Das Öl ist danach voll mit Giftstoffen aus Deinem Mund und hoch toxisch. Also bitte über den Müll entsorgen. Danach einfach mit warmen Wasser den Mund ausspülen, dann Zähneputzen und das Gefühl von unendlicher Reinheit genießen. Andere Öle die auch verwenden kannst, sind z.B. Distelöl, Olivenöl oder Erdnussöl. Wichtig ist vor allem auch, dass das Öl kaltgepresst ist.


3. Trinken, Trinken, Trinken

Während ich Öl ziehe, nutze ich die Zeit und bereite mir Tee zu. Nach dem Aufwachen, hat dein Körper schon seit vielen Stunden keine Flüssigkeit mehr bekommen und kann leicht Dehydriert sein. Das kann mit ein Grund für Müdigkeit in der Früh sein. Für den Turbo Boost heißt es für mich in der Früh also trinken, trinken, trinken.

Morgens sollten wir mindestens 0.5 Liter, noch besser 1 Liter warmes (!) Wasser zu uns nehmen. Wenn du zu kalt oder heiß trinkst, kostet es deinem Körper Energie um das Getränk auf Körpertemperatur zu bekommen. Da es auch mir schwer fällt einfach mal so mindestens 0,5 Liter warmes Wasser zu trinken, trinke ich entweder warmes Wasser mit einer Bio-Zitrone ausgepresst oder warmen Tee. Um den Tee sofort nach dem Aufkochen trinken zu können und nicht warten zu müssen, bis er auskühlt, fülle ich meinen Teebecher zu Hälfte mit kaltem Wasser und zur Hälfte mit heißem Tee. Für alle Tee-Experten wahrscheinlich eine Greul tat, aber so kann ich locker 0,5 Liter warmes Wasser trinken, ohne warten zu müssen, bis der Tee abgekühlt ist. Warmes Wasser mit Geschmack also sozusagen. Das flutscht dann irgendwie doch besser also nur warmes Wasser.


4. Journaling

Sobald ich mein heißes Wasser für den Tee zugestellt habe beziehungsweise der Tee zieht, habe ich etwas Zeit um mich in Ruhe hinzusetzen und zu schreiben. Ich mache keine Dr. Arbeit drauß, sondern nehme mir wirklich nur ein paar Minuten um Klarheit in meinem Kopf zu schaffen.

Ich schreibe mir auf:


1.) Meine Intention für den Tage

(z.B. Lebensfreude, Lebenskraft, Liebe, Vertrauen, Gelassenheit, innere Ruhe, Mut,..) Also nur einen Begriff, nämlich die eine Qualität die ich den ganzen Tag über fühlen möchte.

2.) Worauf bin ich stolz

Was habe ich seit gestern erledigt, geschafft, erreicht, umgesetzt,.. worauf ich stolz bin. Diese Übung hilft mir jeden Tag zu sehen wie weit ich schon gekommen bin und auch kleine Schritte zu feiern.

3.) Wofür bin ich dankbar

Doppelt hält besser und geschrieben sowieso. Weil alles was du aufschreibst nochmals eine ganz andere Tiefe bekommt, als wenn du es nur denkst, schreibe ich mir auch hier nochmals die Ding auf für dich ich gerade besonders dankbar bin. Manchmal sind es 2, manchmal 20, so wie es eben spontan kommt.

4.) Meine To-DO´s für den Tag

Ich schreibe mir auf was ich heute erledigen und umsetzen möchte und kann dann am nächsten Tag über Punkt 2 vergleichen was ich alles geschafft habe.


5. Ruhe

Wenn ich etwas liebe, dann ist es Ruhe am Morgen. Ich zünde mir überall Kerzen an, die Duftlampe, der Diffuser oder ein Räucherstäbchen beduften den Raum, der Tee steht bereit und ich mache es mir für meine Journaling-Routine so richtige gemütlich. An manchen Tagen nehme ich mir die Zeit und meditiere ein paar Minuten. Ich schließe meine Augen und gehe vor meinem inneren Auge meinen optimalen Tag durch und so wie er perfekt für mich ist. Auch dadurch versetze ich mich in eine positive Energie und Vertrauen in meinen bevorstehenden Tag. Alles was du vor deinem inneren Auge sehen kannst, kannst du auch in der Realität kreieren.


6. Essen

Ich starte, vor allem in den Wintermonaten super gerne mit einem warmen Frühstück in den Tag. Warmer Porridge mit Haferflocken, Hirse oder Quinoa oder warmer Chia Pudding mit Pflanzenmilch zubereitet und mit jeder Menge Obst, Nüssen und Nussmus.



Hört sich vielleicht erstmal viel und nach einer langen Zeit an. Es sind vielleicht 45-60Minuten, die ich so verbringe und wofür ich mittlerweile gerne früher aufstehe, ja mich sogar richtig darauf freue, weil ich einfach merke wie sehr mir diese Stunde in der Früh Lebenskraft für den ganzen Tag gibt. „Der Morgen bestimmt den Tag“, kann ich also zu 100% unterschreiben. Erst nach frühestens 30 Minuten greife ich zu meinem Handy. Auch ich habe früher gleich direkt nach dem Aufwachen zu meinem Smartphone gegriffen und gescrollt, bis ich festgestellt habe wie sehr es die Qualität des Starts meines Tages negativ beeinflusst. Noch bevor ich richtig munter war und aktiv entscheiden konnte, wie und mit welcher Qualität und Intention ich eigentlich meinen Tag beginne möchte, hat schon mein Smartphone und Social Media mir diese Entscheidung abgenommen. Ich wurde also schon mit äußeren Einflüssen überrollt noch bevor ich die Augen überhaupt richtig offen hatte. Das ist heute keine Option mehr für mich und obwohl ich trotz allem sehr viel am Handy hänge, habe ich beschlossen, der Morgen gehört nur mir.

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