Darfs ein bisschen Hier & Jetzt sein?


Innerer Monolog: „Ich bin ganz im Moment. Om Om. Ist das der Moment? Om. Woher weiß ich, dass ich ganz im Moment bin? Ist jetzt Jetzt? Om, Om. Okay jetzt aber wirklich Stille. Ich habe Hunger. Haben wir eigentlich Schokolade zuhause? Apropos ich muss noch einkaufen gehen? Om Om“.


Na, hast du schon Mal versucht im Jetzt zu sein? Klar, du bist jetzt gerade eben körperlich präsent. Bist du es auch geistig? Meistens erwischen wir uns – wenn du schon Mal darauf geachtet hast –, dass wir zumeist geistig in der Vergangenheit festkleben oder auch mit den Gedanken bereits in der Zukunft sind. Wobei es so etwas wie die Zukunft oder die Vergangenheit nicht gibt. Die Vergangenheit ist eine Erinnerung, die Zukunft ist eine Erwartung an Ereignissen. Der einzige Moment den es wirklich gibt, ist der Augenblick in dieser Sekunde. Das Hier und Jetzt ist der einzige Moment der wirklich existiert.


Hast du schon einmal so richtig geschaut, wahrhaftig gerochen, voller Hingabe zugehört, intensiv geschmeckt und gefühlt? Wenn ja, wie oft kam es bereits vor?

Denn meistens, wenn wir schauen, sehen wir nicht. Wenn wir riechen nehmen wir den Duft nicht wirklich wahr. Wenn wir zuhören, schweifen unsere Gedanken ab. Wenn wir schmecken, sind wir von unserer Umgebung abgelenkt. Wenn wir etwas berühren, fühlen wir nicht.

Wenn wir glücklich sein wollen, ist es zwingend notwendig den Moment so intensiv, so wahrhaftig wie möglich zu genießen. Sonst haben wir immer das Gefühl nicht präsent zu sein. Nicht ohne Grund bemerken wir am Ende des Jahres, dass das Jahr „schon wieder verflogen ist.


Wahres Glücklichsein ist nicht an Bedingungen geknüpft.

Wahres Glück liegt in diesem Moment.


Es ist in uns und wartet darauf, dass wir uns dafür öffnen. Und wie können wir uns für unser Glück öffnen? Indem wir das, was wir im Moment sind und haben, als perfekt ansehen.

Dazu gehört, zu akzeptieren, dass in jedem Augenblick alles perfekt ist, so wie es ist – auch wenn es scheinbar unvollkommen ist.

Es sind die Forderungen und Erwartungen, die wir an das Leben und die Mitmenschen stellen, mit denen wir uns unglücklich machen – nicht das Leben oder die Menschen. Du kannst dich in jedem einzelnen Moment bewusst dafür entscheiden glücklich zu sein. Jetzt. Und jetzt und jetzt wieder.


Wie lernen wir häufiger im Hier & Jetzt zu sein?


An diesem Wochenende waren Viola & Ich in den Bergen in der steirischen Ramsau. Über uns die imposantesten Wasserfälle, die klarste Luft, die intensivsten Gerüche und ein wundervolles Abenteuer direkt vor unserer Nase. Plötzlich sagt Viola zu mir: „Ich merke, Ich tu mir gerade sehr schwer den Moment zu genießen.“ Unvorstellbar an so einem wundervollen Ort aber total natürlich und normal. Mittlerweile sind wir beiden an einem Punkt angekommen, an dem es uns bewusst auffällt, wenn wir nicht präsent sind und können aktiv etwas dafür tun um wieder im gegenwärtigen Moment anzukommen. Die meisten Menschen aber bemerken es gar nicht, dass sie mit ihren Gedanken permanent in der Vergangenheit oder Zukunft hängen. Dabei ist beides eine absolute Illusion und in diesem Moment überhaupt nicht existent. Das einzige was zählt ist dieser Augenblick. Das einzige was zählt ist dieser Moment.


Wenn in deinem Geist die Gedanken kreisen, so siehst du vor deinem inneren Auge einzig und allein eine Vorstellung von der Zukunft oder einen Rückblick auf die Vergangenheit und blendest dabei alles um dich herum aus. Umso schlimmer ist es nach einem solch wundervollen Tag das Gefühl zu haben, nichts erlebt zu haben und sich leer zu fühlen. Wenn dir also bewusst auffällt, dass du gerade mit deinen Gedanken in der Zukunft oder Vergangenheit bist und gerade nicht in diesem Moment lebst, dann bist du schon einen sehr großen Schritt gegangen – denn dann kannst du anfangen aktiv daran zu arbeiten.


Wie lernen wir, häufiger im Hier & Jetzt zu sein?


1.) Lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Sinne

Schaue dich um. Beobachte die Wolken, den Wind der sich in den Blättern verfängt und die Kinder um dich herum. Höre das Plätschern des Flusses und schmecke mit geschlossenen Augen.

Indem du bewusst auf das achtest, was du siehst, spürst und wahrnimmst, genießt du den Augenblick und entspannst dich. Spüre in dich hinein.

Wie fühlt es sich z.B an, wenn du mit deinen Zehen und den Fußsohlen den Boden abtastest? Wie fühlt es sich an, Barfuß über frisches Gras zu laufen? Spürst du die Wärme oder Kälte in deinen Fingern? Nimm deine Eindrücke so intensiv wie möglich wahr.

Lausche den Geräuschen.

Welche Geräusche dringen von außen an dein Ohr? Der Lärm vorbeifahrender Autos (ja, auch das kannst du genießen ;-) ) Ein Hund der in der Ferne bellt? Erst, wenn wir nicht mehr die Möglichkeit haben zu hören, wissen wir jede Kleinigkeit zu schätzen. Ein Mensch, der das erste Mal in seinem Leben hören darf...für den ist jedes noch so unbedeutendes Geräusch Gold wert.

Nimm wirklich bewusst den Geschmack deines Essens war. Schließe die Augen, kaue bewusst, genieße bewusst.


2.) Lenke deine Aufmerksamkeit zu deinem Körper

Wie geht es dir heute? Wie fühlt sich dein Körper an? Was ist heute besonders präsent in dir? Nimm deinen Körper einmal ganz bewusst wahr, nimm jede einzelne Gliedmaße, jeden einzelnen cm bewusst wahr und bedanke dich bei deinem Körper, dass er immer das Beste für dich will und jeden Tag bedingungslos für dich arbeitet.


3.) Lenke deine Aufmerksamkeit zu deiner Atmung

Nimm ganz bewusst deine Atmung wahr? Ist sie schnell und flach oder langsam und tief? Beobachte einfach ganz neugierig deine Atmung. Nimm jeden einzelnen Atemzug bewusst wahr, jeder Atemzug ist einmalig, ein Geschenk und steht für das pure Leben das in dich fließt. Spüre ganz bewusst, wie sich deine Lungen mit Luft füllen beim Einatmen und sich wieder leeren mit der Ausatmung.


Der wichtigste Tipp zum Schluss:

4.) Lebe heute!

Verschiebe Träume, die du dir erfüllen willst nicht auf später. Bereise die Länder, die du sehen willst, tanze an ungewöhnlichen Orten wenn dir danach ist, verwende dein besonderes Tafelservice an jedem Tag an dem du es verwenden willst und warte nicht auf den einen besonderes Tag.

Gelebt werden kann nur JETZT! Nicht gestern, nicht morgen sonders JETZT.

Vergiss nicht – das Leben spielt sich vor dem Tod ab – als JETZT.