6 Schritte für eine regelmäßige Yogapraxis


Wir kennen es doch vermutlich alle. Eigentlich wollten wir uns ja heute bewegen, wäre nicht die Couch heute besonders weich und angenehm und die Schokolade liegt auch noch in bequemer Reichweite und dann ist es auch noch so kalt und nass draußen und überhaupt. Man soll ja schließlich auf den Körper hören und wenn der Körper eben lieber mit Süßigkeiten auf der Couch liegen will, hmm, ja na dann wollen wir ihm das doch auch nicht verwehren.


Halt. Oder spricht da doch gerade nur der Schweinehund aus uns, der uns in Bequemes und Gewohntes zurückdrängt? Na was jetzt? Sollen wir uns nun bewegen oder nicht?

Wenn Du ehrlich in dich hinein hörst in einem solchen Moment, dann weißt Du genau was die Antwort ist. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, es tut so verdammt gut, den eigenen Schweinhund zu besiegen und sich zu bewegen. Denn besonders an diesen Tagen wo wir das Gefühl haben, wir wollen heute eigentlich nicht so richtig, brauchen wir es oft am aller meisten. Yoga macht den Kopf frei, die Gedanken beruhigen sich, Verspannungen lösen sich auf und dieses Gefühl von Stolz und Dankbarkeit stellen sich ein. Stolz, dass Du den eigenen Schweinehund überwunden hast und Dankbar dir gegenüber, dass Du dir doch die Zeit für dich und deine Gesundheit genommen hast.


Aber was kann dir nun konkret helfen regelmäßig zu praktizieren?


Es ist ganz einfach, umso öfter Du praktizierst, umso weniger kommst Du raus und musst dich nicht ständig neu aufraffen. Dein Schweinehund hat immer weniger Selbstbewusstsein und meldet sich immer seltener. Du beginnst neue Routinen zu etablieren und es wird plötzlich ganz „normal“ für dich regelmäßig Yoga zu machen. Es ist also wichtig, dass Du einmal anfängst und durchhältst.

Laut der Wissenschaft dauert es 21 Tage, also 3 Wochen um sich neue Gewohnheiten anzueignen. Nicht das sich danach, deine innere Stimme deines Schweinehundes nie wieder melden würde, aber eben nicht mehr ganz so laut.


Also nun meine persönlichen 6 Tipps für eine regelmäßige Yogapraxis die mir helfen:


1. Vorbereitung

Wenn Du z.b. abends von der Arbeit heim kommst und weißt Du möchtest heute noch Yoga machen, dann ziehe dir sofort nach dem nachhause kommen Yoga Sachen an. Und mit sofort, meine ich sofort. Das heißt nicht, dass Du gleich in der Sekunde loslegen musst, aber das Eis ist schon mal gebrochen. Wenn Du z.b. abends Yoga machen möchtest, dann lege dir morgens schon die Yoga Matte auf. So wirst du unweigerlich abends daran erinnert. Und ganz ehrlich, wenn die Matte schon mal liegt und Du schon die Yoga Sachen anhast, was soll dich dann noch aufhalten?


2. Terminiere

Trage dir in deinen Kalender ein, wann genau Du Yoga praktizieren möchtest. Stelle es dir vor wie ein Date mit dir selbst. Wenn du beispielsweise eine Friseurtermin in deinem Kalender eingetragen hast, schiebst du ihn vermutlich auch nicht auf. Also nehme diesen Termin genauso ernst, wie jeden anderen auch in deinem Terminkalender, wenn nicht sogar noch ernster, denn es geht immerhin um deine Gesundheit.


3. Lass es ruhig angehen

Es gibt tatsächlich Tage, an denen es Bewegungstechnisch wirklich nicht passt. Viellicht warst Du heute schon im Fitnesscenter oder hast Muskelkater vom Vortag oder es gibt einen anderen Grund warum Du dich nicht bewegen möchtest oder kannst. Das wunderbare Glück ist, dass Yoga nicht nur aus Körperübungen, den sogenannten Asanas besteht, sondern eben auch aus Meditation und Atemübungen. Es muss also gar nicht immer ein Yogaflow sein wenn Du etwas für deine mentale und körperliche Gesundheit tun willst. Du kannst also auch einfach meditieren und hast trotzdem Yoga gemacht.


4. Spontanität

Wenn es dich schon vor deinem eingetragenen Termin überkommt und Du Lust hast auf Yoga und Bewegung dann perfekt. Du brauchst nicht immer einen ruhigen Raum und das perfekt Yogaoutfit. Viellicht stehst du morgens im Pyjama in der Küche und hast das Bedürfnis dich zu strecken und zu räkeln und ganz spontan und ungezwungen ein paar Yogaübungen zu machen. Das geht auch wenn jemand anders daneben in der Küche steht und kocht oder Techno Musik im Hintergrund läuft. Es muss nicht immer im Außen alles still sein um in dir Ruhe zu finden. Manchmal enden meine Yogaeinheiten zuhause auch in einer Tanzstunde. Solange du dich bewegst und es sich gut für dich anfühlt. Go for it.


5. Besser kurz und oft als lange und selten

Tja so ist es. Besser du praktizierst jeden Tag 15 Minuten als z.b. alle 2 Wochen 1,5 Stunden. Klare wäre es schön regelmäßig 1,5h zu praktizieren, wäre da nicht manchmal das Leben das dazwischen funkt und noch andere Dinge von uns möchte. Starte also vielleicht einfach mal jeden Tag mit 15Minuten. Dann hast du nicht das Gefühl deinen ganzen Terminkalender umwerfen zu müssen und kannst diese viertel Stunde locker täglich unterbringen. Und wer weiß, vielleicht fühlt es sich ja nach den 15 Minuten so gut an, dass Du gar nicht aufhören möchtest und es werde 20 oder mehr daraus.


6. Praktiziere mit anderen

Falls es dir schwerfällt, dich daheim alleine zu motivieren, dann gehe in ein Yogastudio oder zu einem Yogalehrer. So bekommst Du frischen Wind für deine eigene Praxis zuhause und bist mit Gleichgesinnten zusammen. Selbst wenn Du viel zuhause praktizierst, rate ich dir ohnehin regelmäßig zu einem Lehrer zu gehen, um eventuelle Haltungsfehler zu korrigieren.



So oder so, Yoga kann dich so in seinen Bann ziehen, dass Du schnell vergessen kannst wie herausfordernd es anfangs vielleicht war Kontinuität rein zu bringen. Einmal das Ding gerockt, immer das Ding gerockt.


In diesem Sinne, Namaste und ab auf die Yoga Matten.


Deine Viola

28 Ansichten