3 Tricks um deine Ernährung auf ein anderes Level zu heben


Das hier wird kein klassischer Ernährungs-Ratgeber-Beitrag, in dem ich schreibe, was Du konkret Essen kannst, um in deine volle Lebenskraft zu kommen, sondern heute geht es erstmal um das Wie. Also nicht darum was du isst, sondern wie Du es zu dir nimmst.


Es gibt so viele unterschiedliche Ernährungskonzepte von vegan, über vegetarisch, Paleo, zu Rohkost , weiter zu den Menschen, die auf Fett verzichten und alles in „Light“ zu sich nehmen oder wiederum nur Fleisch essen. Bei all diesen unterschiedlichen Konzepten kann es schon mal zu Verwirrungen kommen was denn jetzt wirklich gesund ist.


Deswegen möchte ich dich in erster Linie dazu motivieren auf deine eigene Intuition zu hören, in diesem Fall also wirklich auf dein eigenes Bauchgefühl. In Wirklichkeit weiß unser Körper ganz genau was er braucht Wir in der westlichen Welt haben nur leider oftmals verlernt auf unseren Körper zu hören. Grund dafür ist unter anderem dieses extreme Überangebot an Lebensmitteln. Immer ist alles für uns verfügbar - und das in rauen Mengen. Erdbeeren im Winter. Süßkram in 1000 Ausführungen. Kornspitz, der vermeintlich gesund wirkt und am Ende dann doch nur gefärbtes Weißmehl enthält. Wir sind das Gefühl von Hunger kaum noch gewöhnt, weil immer, ständig alles verfügbar ist und jeder Lieferservice der Stadt nur noch auf unsere Bestellung wartet oder eben das Fertiggericht im Tiefkühler. Doch genau das ist fatal für unseren Körper, für unsere Gesundheit.


1.) Das Natürlichste ist, dass du erst isst, wenn du wirklich Hunger hast.


Unser Körper braucht unbedingt Essenspausen, um das Gegessene auch verwerten und verdauen zu können. Wenn wir ständig nachschütten, nur weil wir in der ersten Welt leben und das eben können, dann kommen unser Körper und unsere Verdauung durcheinander. Unser Stoffwechsel gerät aus dem Gleichgewicht. Gönne deinem Körper Pausen zwischen deinen Mahlzeiten, am besten 3-5 Stunden. Die längste Pause sollte zwischen der letzten Mahlzeit abends und morgens sein und mindestens 13h betragen, gerne auch länger. Umso länger, umso mehr kriegt es dann einen Fasten-Charakter, die 13h braucht aber der Stoffwechsel mindestens, um optimal für dich arbeiten zu können. Das bedeutet natürlich auch, dass du nicht ständig zwischendurch etwas essen solltest wie Schoki, Kekse, aber auch beispielsweise ein Cappuccino ist schon eine Zwischenmahlzeit.

Ich weiß, es gibt auch Ernährungskonzepte, in denen Zwischenmahlzeiten eine wichtige Rolle spielen. Auch hier geht es darum, dass du einmal für dich testest, was für dich und deinen Körper am besten funktioniert.

Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung berichten, dass es meinem Körper und meiner Gesundheit sehr guttut, auf permanente Zwischenmahlzeiten zu verzichten, vor allem wenn man bedenkt, dass diese oftmals aus etwas Süßem am Nachmittag bestehen.



2.) Schaue, dass es dir gut geht während du isst


Deine körperlichen Funktionen werden vor allem durch zwei Bereiche des vegetativen Nervensystems gesteuert.


Der erste ist das parasympathische Nervensystem und unser natürlichster Zustand. In diesem Zustand bist Du entspannt und deine Atmung ist ruhig. Hier können dein Körper und deine Organe allen essentiellen Vorgängen nachgehen wie dem Stoffwechselprozess.


Der zweite Zustand ist das sympathische Nervensystem. Dieser wird auch als fight or flight Modus bezeichnet, was so viel bedeutet wie kämpfen oder fliehen und aus einer noch viel früheren Zeit stammt, als wir noch vor Wildtieren flüchten mussten. Dieser Bereich soll unser Überleben sicher und wenn dieser aktiviert ist, beginnt unser Körper ganz anders zu funktionieren. Der Körper schränkt seine Arbeit nur auf die wichtigsten Aufgaben ein, deine Atmung wird flacher und schneller und alle Funktionen, die nicht für das Überleben notwendig sind, werden einfach heruntergefahren, wie beispielsweise dein Stoffwechsel.


Die Herausforderung, die wir in der modernen Welt heute haben ist, dass wir aufgrund von Stress und Überforderung uns nahezu ständig in dem zweiten Zustand, in dem Überlebenszustand befinden und somit auch unsere Verdauung nicht richtig funktioniert. Heute sind es keine Wildtiere vor denen wir flüchten, die Umstände haben sich geändert, dafür stresst uns vielleicht unser Chef? Die Kollegen? Die permanente Beschallung von Fernseher, Internet, Radio?


Du kannst dir bestimmt vorstellen, was das für deine Verdauung, deinen Körper und deine Gesundheit bedeutet? – Es ist eine mittlere bis schwere Katastrophe, denn dein Körper braucht als natürlichen Zustand den ersten Zustand um vollständig funktionieren und jeden Tag sein Bestes für dich geben zu können.


Wenn du isst, versuche also alle Ablenkungen einmal bei Seite zu lassen. Kein Handy, kein Fernseher, keine Zeitung. Finde also ein ruhiges Plätzchen und gehe einmal ins Genießen und Spüren. Versuche jeden Bissen bewusst wahrzunehmen und dich nur auf dein Essen zu konzentrieren. Versuche schwierige Gespräche mit beispielsweise dem Partner nicht während dem Essen zu führen. Auch bei einem Meeting mit dem Chef oder einem Geschäftstreffen macht es Sinn, sich nicht zum Essen zu verabreden, sondern vielleicht auf nur ein Getränk am Nachmittag. Wenn du einen stressigen Mittag hast, dann schiebe dir nicht schnell-schnell auf dem Weg noch irgendetwas rein, nur damit du etwas gegessen hast. Damit kann dein Körper nichts anfangen. Verschiebe die Mahlzeit nach hinten oder lasse sie dann lieber einmal ausfallen, solange das nur ein Einzelfall ist.


3.) Achte auf die Menge, iss weder zuviel noch zuwenig

Dein Magen kann am besten für dich arbeiten, wenn er zu 2/3 gefüllt ist. Nachdem das vielleicht ein bisschen schwierig zu erspüren ist, kannst du dir vorstellen, dass die Menge deines Essens ungefähr in deine beiden Hände passt, wenn du ein Schälchen bildest. Eine größere Menge würde deinen Magen bei seiner Arbeit nur einschränken und wenn du weniger isst, würde es dein Körper mit dem Hunger nicht bis zur nächsten Mahlzeit aushalten. Zwischen den Mahlzeiten kann es deiner Gesundheit gut tun mit Wasser und ungesüßtem Tee sozusagen zu fasten. Für deinen Körper ist es optimal, wenn du nicht während deiner Mahlzeiten einen halben Liter Obi G´spritzt trinkst, sondern übermäßiges Trinken während dem Essen eher vermeidest und deinen größten Flüssigkeitsanteil morgens vor dem Frühstück und zwischen den Mahlzeiten zu dir nimmst. Kleine Mengen Flüssigkeit, in kleinen Schlucken, schafft dein Körper trotzdem während des Essens.

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